Feuerwehrgerätehaus –Mängel- und Rettungswache

BGT-Fraktionssprecher Michael Amann nimmt Stellung zum Zustand vom Trittauer Feuerwehrgerätehaus

Durch die Vertreter der Bürgergemeinschaft Trittau (BGT) wurde schon seit langem darauf verwiesen, dass Mängel vorliegen und dass der Zustand des heute aktuell genutzten Feuerwehrgerätehauses -vorsichtig ausgedrückt- nicht optimal ist. Dies gilt sowohl in Bezug auf den baulichen Zustand als auch die nicht mehr erfüllten Ansprüche an eine moderne Feuerwache. Das Mängel vorliegen liegt nicht (!) in der Verantwortung der Nutzer - der Feuerwehr-, die „Ihre“ Feuerwache oft mit viel Hingabe und teilweise liebevoll pflegen, renovieren und für eine bestmögliche Nutzung nach heutigen Anforderungen eines modernen Feuerwehreinsatzbetriebes am „Laufen“ halten.

Durch die BGT- Fraktion wurde schon seit Jahren versucht bei Gesprächen mit dem Bürgermeister, der Verwaltung und auch der Feuerwehrführung darauf hinzuwirken, gute Lösungen, auch in Bezug auf die festgestellten baulichen Mängel, zu finden.

 

Zu den baulichen Mängeln:

In Bezug auf die baulichen Mängel wurde gerade auf Drängen der BGT- Fraktion die Begehung des Feuerwehrgerätehauses durch Mitarbeiter der Verwaltung veranlasst. Weil sich die dann übermittelten Ergebnisse dieser Besichtigung nicht mit den zur Kenntnis erhaltenen Mängellisten deckten, wurde im zuständigen Bau- und Umweltausschuss das Thema von unserer Fraktion nochmals angesprochen und eine  Begehung durch den zuständigen Ausschuss angeregt und durchgesetzt. Bei dieser Begehung zeigten sich dann gerade im Keller Mängel, die eigentlich einer intensiveren Betrachtung und Begutachtung zugeführt werden müssten. So wurde bereits durch diese Begehung festgestellt, dass einige Mängel - insbesondere im Keller- durch von außen auf die Kellerwände wirkender Feuchtigkeit hervorgerufen worden sein könnten. Der vom Vertreter der BGT, Herrn Peter Sierau gestellte Antrag weitergehende Luftschadstoff- und Schimmelmessungen durchzuführen wurde von allen anderen Fraktionen im Ausschuss abgelehnt.  Dies kann im Protokoll der Ausschusssitzung des Bauausschusses vom  09.02.2017 nachgelesen werden.

Aus diesem Grunde wird es wohl weiterhin nur bei einer Begehung des Baus durch Verwaltungsmitarbeiter bleiben und von Seiten der Verwaltung  werden dann nur aufgrund von Verwaltungsmitarbeitern und ohne weitere besondere Messungen erworbenen Feststellungen derzeit keine genaue Aussagen über zwingend notwendige Baumaßnahmen

gemacht werden können. Wir halten dies für nicht vertretbar und hoffen auf eine objektive

Bearbeitung im Hinblick auf die Mängelbeseitigung und werden das weitere Vorgehen der Verwaltung genau hinterfragen.

Die Begehung hatte dann aber auch nochmals deutlich gemacht, dass das derzeit genutzte und Anfang der achtziger Jahre gebaute Feuerwehrgerätehaus nur durch kostenintensive und teuere Sanierungsmaßnahmen in der Substanz erhalten werden  kann. Aber dann entspricht dieses Gerätehaus noch immer nicht den Anforderungen, die an ein modernes Feuerwehrgerätehaus, aus Sicht der Einhaltung der Bestimmungen der Unfallverhütung aber auch sonst gestellt werden.

 

Zu den Notwendigkeit der Stationierung neuer Fahrzeuge und auch Personals in der Rettungswache Trittau aber auch bei der Polizei und bei der Feuerwehr:

Gerade wegen der diversen Mängel an, in und um dem bisherigen Feuerwehrgerätehaus, die bei weiterer Nutzung diese Hausen millionenschwere Investitionen an diesem Standort in jedem Fall notwendig werden lassen würden und auch der Raumprobleme bei den anderen Wachen, hatte die Fraktion der BGT veranlasst Überlegungen zu einem Neubau eines neuen Kompetenzzentrums Rettung, also einer Gesamtwache für Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr, nach Möglichkeit in zentraler Lage, anzustellen. Auf diesen Grundlagen sollte dann über einen Neubau oder sonstigen Maßnahmen entschieden werden.

Hierzu wurden bereits seit Jahren durch die BGT- Fraktion, insbesondere auch durch mich als deren Sprecher, Vorgespräche mit den Beteiligten geführt, um Bedarfe und Problemstellungen in Bezug auf Neubauten der einzelnen Rettungsorganisationen zu erhalten.

Für uns galt die anderen Fraktionen über die Notwendigkeit weiterer Planungen erst einmal zu überzeugen, um sowohl den Bürgermeister durch Auftragsvergabe tätig als auch die betreffenden Gremien hierüber beraten und mitwirken zu lassen.

Da es hier um den Ort geht und Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr nicht vor vollendete Tatsachen aber in der Sache mit eingebunden werden sollten, ohne in kommunalpolitische Auseinandersetzung gezogen werden, wurde eine einleitende Arbeitsgruppensitzung mit allen Beteiligten unter Leitung des Bürgermeisters durchgeführt.

Die Rettungsorganisationen müssen sich in Bezug an die Anforderungen zu ggf. ausgewählten neuen Standorten nach den Bestimmungen des Bundes und des Landes richten.

An politischen Diskussionen können, wollen und sollten sie sich auch nicht beteiligen, um ihre neutrale Stellung zu beachten. Aus diesem Grunde wurde das abgestimmte Vorgehen auch in Bezug auf die Vergabe von Gutachteraufträge nur intern beschlossen und die daraus folgenden Ergebnisse sollen dann für die zunächst intern zu erarbeitende Lösung der angesprochenen Probleme zu den verschiedenen Standorten der einzelnen Rettungsorganisationen dienen.

Wann und wie diese Auftragsvergabe von benötigten Gutachten, die dem Grund nach sofort vereinbart und für die durch die Politik erste Mittel im Haushalt bereitgestellt wurden, durchgeführt werden, oblag aus den genannten Gründen „nur“ dem Bürgermeister und der Verwaltung. Ergebnisse liegen uns hierzu noch nicht vor.

Wir sehen weiterhin jeweils den dringenden Bedarf einer größeren Rettungs-/ Polizei- und Feuerwache. Für den Neu- oder Ausbau einer jeweils ausreichende Wachen für den Rettungsdienst für bis zu drei Rettungsfahrzeuge, für die Polizei aufgrund der Landespolizeiplanungen und für die Feuerwehr, um den modernen Ansprüchen und auch der Unfallverhütung in Bezug auf eine Feuerwache erfüllen zu können, sehen wir die Notwendigkeiten von angemessenen Planungen als gegeben an.

 

Als Lösung erscheint aus unserer Sicht/ aus Sicht der BGT Fraktion der Neubau eines modernen und gemeinsamen genutzten Kompetenzzentrums Rettung im inneren Bereich unseres Ortes noch immer die beste Alternative zu sein.

Wir hoffen, dass wir durch die Verwaltung mittels der dann vorliegende Gutachten ausreichende Erkenntnisse erhalten, um in den politischen Gremien Lösungen zu beschließen, die für die Gemeinde finanzierbar sind und die allen Ansprüchen der beteiligten Rettungsorganisationen gerecht werden. Übertriebene Eile ist hier nicht angesagt aber das Thema sollte schon in angemessener Zeit abgearbeitet werden und nicht, wie scheinbar in vielen Bereichen in Trittau üblich, einem jahrelangem Stillstand unterliegen.

Für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger, für unseren Ort und die Umgebung aber auch für die dienstbezogenen Belange der tätigen Einsatzkräfte in jedweder Beziehung gilt es am Thema zu bleiben.