BGT-Antrag zur Ergänzung der Fortschreibung zum Lärmaktionsplan Trittau 2019

Die Gemeindevertretung beschließt, dass Trittau den Willen zur Lärmminderung im Zuge des Lärmaktionsplan 2019 flächendeckend Tempo 30 einführt. Die Verkehrsberuhigten Zonen ausgeschlossen. Das sind die Vorstellungen der BGT Trittau.

 

Mit dem LBV und dem Kreis sind bezüglich der Hauptverkehrsstraßen im Ort, konstruktive Gespräche unter Einbezug von Verwaltung und Politik herbeizuführen.

Federführend wird der BUA damit beauftragt.

Begründung:

Viele Bürger wollen Tempo 30.

Die Polizeigewerkschaft (GdP) fordert innerhalb geschlossener Ortschaften generell Tempo 30.

Umweltbundesamt (UBA) in einer Studie: Verbesserung der Umweltqualität in Kommunen durch geschwindigkeitsbeeinflußende Maßnahmen auf Hauptverkehrsstraßen.

 

Untersuchungen, die Grundlage aus den den Orten mit Einführung von Tempo 30 zusammenfassen, stützen diese Forderung.

Wo Tempo 30 eingerichtet wurde, ergaben Reduktionen der Dauerschallpegel von 8dB. Störende Lärmspitzen nehmen ab. Überproportional große Erfolge wurden in den kritischen Nachtzeiten von 5-6 Uhr erzielt.

Als Faustregel kann gelten: Nach Einrichtung von Tempo 30 wird pro 1 km/h weniger Durchschnittsgeschwindigkeit der Lärm um 0,2 dB gesenkt. Die Wirksamkeit kann durchlaufende Kontrollen noch verstärkt werden.

 

In Langzeitstudien in Europa wurde nachgewiesen, dass alle Kfz bei Tempo 30 leiser fahren. Der Grund liegt darin, dass die Rollgeräusche der Reifen lauter sind als die Motoren. Die Rollgeräusche sinken bei Tempo 30 stark.

 

Tempo 30 bringt nicht nur Lärmminderung, sondern auch mehr Sicherheit, weniger CO2 Ausstoß, weniger Staus und eine bessere Lebensqualität.

 

Der „Schilderwald“ könnte weiter reduziert werden. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer dadurch gesteigert werden, dass schon am Ortseingang jeder weiß: Hier gilt Tempo 30.

 

Folgende Straßen könnten schon heute auf Grund ihrer Lage und entsprechender Begründung mit Tempo 30 ausgeschildert werden:

 

  Grossenseer Str.  (Schule/Kita)

  Bahnhofstr.          (Schule)

  Kirchenstr.           (Kita, Friedhof, Kirche)

  Vorburgstr., Poststr.  (Kita und besondere Gefährdung durch Einkaufsstr.)

  Bürgerstr./Gadebuscher Str. (Schulweg, zunehmende Verkehrsbelastung, Seniorenwohnanlage)

  Hamburger Str.  beidseitig dichte Wohnbebauung, Südfriedhof, Überquerung und Schulweg aus

                            dem südlichen dichtem Wohngebiet!

 

Quellen

 

EUGENT (Europäische Gesellschaft für Entschleunigung gUG); www.30kmh.eu

Dr. Joachim und Hanna Schmidt Stiftung für Verkehr und Umwelt; www.dr.schmidt-stiftung.de

VCD Deutschland; www.vcd.org